• Mehr Schal!

    Zuerst war da die Idee, Wolle abzubauen (ja, ich weiß, das Thema kam schon ein-zweimal hier vor). Dann war da eine Schalidee. Daraus wurde dann The Dark Flat Fabric, ein "Scrappy Lenghtwise Scarf". Warum der den Namen hat?

    Hier:

    Na gut, das mit dem Fotowetter üben wir nochmal, aber man kanns erkennen.

    Er ist relativ dunkel, flach und die Vorderseite sieht aus wie gewebt, daher der Name...

    Fransenlösung:

    Von Ravelry-Projekten kam die Idee, jede Reihe die Farbe zu wechseln, dadurch immer nur rechte Reihen zu stricken (geht schneller) und drei Farben zu nutzen und immer in der gleichen Reihenfolge. Dadurch entstehen die regelmäßigen schwarzen Punkte.

    Material: schwarze Vollwolle (Wollknolls Kammgarn, Rest) mit LL 200m/100g, graue Woll Butt Tatjana (250m/100g) und lilagrauweißbunte Trekking XXL 6-fach Sowo.
    350 Maschen
    3er Nadel

    Trägt sich angenehm, ist ein Schal für die Zeit, in der der richtige dicke noch viel zu warm ist, zB heute ;)

    Und weil es so schön war (und immer noch was vom schwarzen Garn und dem Grau übrig war und von der Sowo sowieso)... ich stell euch gleich The Second Dark Flat Fabric vor.

    Bisschen bunter, bisschen kürzer, dafür mit geflochtenen Fransen.
    Zwischendrin ohne das Schwarz und dadurch etwas verknautschter, weil das die Grundspannung des Schals etwas geändert hat. (wenn das jetzt verständlich ist...)

    Und auch mal die Rückseite: Linke Maschen halt.

    Ein einfach zu strickender Schal, bei dem man allerdings immer hinsehen muss (nix für OmU-Filme) und der einfach Spaß macht. Nur wer braucht schon so viele Halswärmer?

  • Der nächste Schal... streifig

    Auf der Messe (bei Andrea gibts viele schöne Bilder, übrigens) habe ich mein eigentlich gültiges "Knit from your stash" kurz unterbrochen. Es war sehr seltsam, wieder kaufen zu dürfen... man kann es sich also tatsächlich abgewöhnen!

    Nunja, außer dem einen oder anderen Strang Drachenwolle kam mir auch noch von Birgits Stand (Die Wolllust) ein Zauberball in der Farbe Schatten und eine Hot Socks Rainbow mit nach Hause. Um die Hot Socks Rainbow war ich seit deren Auftauchen rumgeschlichen, aber ich kauf ja nix...

    Natürlich wurde es ein streifiger Schal. Wie bei so vielen anderen auch ;-)

    Dank krank wurde das ganze auch recht fix fertig, zwei Wochen sollte das gedauert haben.

    Man kann ungefähr erkennen, wie er so wirkt... Selten kamen die gleichen Grau-/Weiß-/Schwarz-Töne mit den gleichen von der Hot Socks zusammen.

    Gemessen hab ich ihn nicht, aber er ist ordentlich lang.

    Interessant fand ich auch den direkten Vergleich der beiden Woll-Qualitäten. Die Hot Socks ist viel unregelmäßiger und hat weniger Drall. Nicht unangenehm, aber echt nix für Socken. Genau wie der Zauberball, auch wenn er gleichmäßiger ist.

  • Was ich schon immer mal am Samstag tun wollte...

    ... und nie gewagt habe.

    - um 9am abwaschen
    - um 10am telefonieren (!!!)
    - den Bauarbeitern zuhören, wie sie die Straße aufruppen (für Nichtversteher: aufreißen) - und das ging seit mindestens 7:30am (wie das vorher war, kann ich nicht sagen - da hab ich dann doch noch geschlafen)
    - mich in die Stadt werfen wegen ein paar Erledigungen
    - wundern, warum überall Polizei präsent ist
    - später wundern, was das für eine Demo schon wieder ist (20 Jahre Friedliche Demonstration war gestern - 100.000 Teilnehmer und ich war dabei ;))
    - feststellen, dass mir immer wieder unklar ist, warum die Straßenbahnen am Samstag nicht öfter fahren - in allen vier Bahnen, die ich genutzt habe, war es wirklich sehr voll. Vierstündlich reicht nicht. Nicht auszudenken, wie das in der Vorweihnachtszeit wird.

    Und ganz neu entdeckt: P3 Svea, "junge schwedische Musik". Bedeutet: ein wilder Mix aus Pop, Rock, Heavy Metal und Hip Hop von schwedischen Künstlern. Und somit ga-ran-tiert ein Gegenpol zum Mainstreamradio, das wir auf Arbeit hören. Bei 14 Leuten im Büro ist das eben der kleinste gemeinsame Nenner.

    Und nicht zuletzt:

    Willkommen zurück, Geli!

  • Chequered (FO!) und The Arrow Scarf (WIP!)

    Nun, es muss auch was rauskommen hier. Schließlich wird jeden Tag produziert.

    Hier ist das erste fertige Strickstück - ein Schal für den Mann. Da er den Binary sehr mag, aber das Grün doch manchmal etwas zu grün ist, diesmal in der gewünschten Farbkombi Grau/Schwarz. Und weil Doubleknit so schön flauschig-dick ist, wieder als Doubleknit.

    Und da Männer wenig auf Florales abfahren, sollte es etwas Graphisches werden... warum also nicht Exchequered aus der Knitty? Ob ich ihn wirklich ex-scheckere hatte ich mir offengelassen und am Schachbrettmuster-Anfang begonnen und dann hatte ich keine Lust mehr, das Schachbrettmuster aufzulösen. Also heißt er jetzt Chequered.

    Die Kästchen sind bei mir drei Maschen breit und vier Maschen hoch, im Original sind die 3x3, aber das hatte mir nicht gefallen.

    Und so sieht er aus:

    Die beste Übereinstimmung mit den Farben hatte ich übrigens, wenn ich das Bild auf Schwarz-Weiß umstelle ;)

    Gestrickt ist er aus Woll-Butt Tatjana (125m/50g, halb Wolle, halb Poly) in grau und einem Kammgarn von Wollknoll (100m/50g, Vollwolle) - Stashgarn. Nadelstärke 3, Rundstricknadel. Die pur schwarzen Randmaschen und den pur schwarzen Anschlag und wie man ebenso abkettet habe ich aus dem Buch von M'Lou Baber Double Knitting: Reversible Two-Color Designs (Amazon.com-Link, beim deutschen Amazon nicht erhältlich). In dem Buch sind ziemlich ausgefallene Modelle, aber der Technikteil vermochte meine Fragen fix zu beantworten.

    Der Unterschied in der Lauflänge ist nicht mehr sichtbar, finde ich. Verbrauch knapp 300g.

    Und weil es so viel Spaß machte...

    ... gehn wir bald im Partnerlook :)

    Auch wenn man hier viel mehr aufpassen muss und das in der letzten Woche auf Grund von Krankheit pausieren durfte... Ich konnte mir vorher nicht denken, wie viel Aufmerksamkeit ein simples Verschieben von einer Masche alle zwei Reihen - entweder nach links oder nach rechts, je nachdem auf welche Seite man ist - braucht.

  • Messenachruf

    Da die liebe Andrea immer so viele und so schöne Fotos macht, hat mein Fotoknips die Messetage brav im Rucksack verbracht (und sich evtl etwas veräppelt gefühlt). Und deswegen verlinke ich einfach zu Andreas Blog.

    Kurz einschätzend war die Zeit superstressig, superlang, fußquälend, aber auch sehr nett, lustig und eben was ganz anderes als der schnöde Alltag und damit eine schöne Abwechslung. Auch wenn ich denke, dass jetzt einige froh sind, dass die nächste Messe erst in einem Jahr ist :) Das Wolle-Fest hat dann doch noch andere Dimensionen.

    Zur Messe selber muss ich sagen, dass mich nicht viel außer unserem Standverbund (Drachenwolle, Wolllust, Alpaka-Viechers, Sandy und die Blaufärber) interessiert hat - beim Holzspiel-Händler habe ich einige schöne Haar- bzw Schalnadeln erstanden, die man sonst nur bei Dawanda oder Etsy in der Art bekommt und hier und da etwas Geschenkekrusch.

    Für Kreativität-aus-Einzelteilen (hier ein Blatt Papier, da ein Stempel, dort Aufkleber etc) bin ich dann doch zu unkreativ.

    (PS: Erkältung fördert Schreibhemmung und besonders auch Denkhemmung. Böp.)

  • Nicht strickig, eher beruflich: Orange statt Apfelgrün

    Die News des gestrigen Tages

    Immerhin weiß ich seit letzter Woche eine kurze Antwort auf die Branche, in der ich tätig bin: Finanzmarktkommunikation. Das ist doch schon viel kürzer als die bisher bemühte Erklärung.

    Nur so als Randbemerkung.

    Gestrickt, gestickt, gehardangert etc. wird nämlich auch noch :)

  • Und das Wetter...

    ... könnte jetzt auch noch ein bisschen durchhalten, wirklich!

    Nachdem ich nun die ganze Zeit unter der Hitze zu leiden hatte, muss es nicht gerade dieses Wochenende abkühlen und regnen - es ist Nocturnal Culture Night, ein Festival draußen und wir sind letztes Jahr schon furchtbar nass geworden, das muss nicht wieder sein.

    Okay - als "Daheim-Schläfer mit Auto" kann man gut vorsorgen: Wechselklamotten (für Regen) und warme Klamotten (gegen Kälte) im Auto lagern, ebenso einen Regenschirm. Die heimische Dusche und - ganz wichtig - das heimische Bett samt heimischem Frühstück machen vieles erträglich.
    Bei 25 Minuten Fahrt ganz klar die bessere Alternative zum Zelten.

    Positiv: DREI TAGE URLAUB! Seit heut nachmittag 16 Uhr, muha. Morgen gehts ins Cafe und Donnerstag zu IKEA - die schwedische Schokolade ist seit Monaten alle und das geht so nicht weiter.

  • Schladitzer Bucht

    Gut, es ist schon zwei-drei Wochen her, dass wir an der Schladitzer Bucht waren, aber Sommerfotos sind Sommerfotos sind Sommerfotos und zumindest heute war es noch sehr sommerlich.

    Die Schladitzer Bucht bzw der Schladitzer See nördlich von Leipzig ist auch ein ehemaliger Tagebau. Schon vor Jahren war ich hier mal zum Baden, damals noch eher inoffiziell, der See war noch nicht freigegeben.

    Inzwischen gibt es zwei Strandbars, einen kostenpflichtigen Schotterparkplatz (wenn es allzu hochsommerlich ist, ist jener auch schon mal voll und damit hat man den Salat) und einen kleinen See eben.

    Hauptsächlich ein Badesee. Als Spaziergänger kam ich mir etwas komisch vor, mir schien, ich wäre die einzige, die nicht badet.

    Die Bucht:

    Volleyball kann auch gespielt werden gegen Gebühr. Und die sanitären Anlagen sind eher spartanisch.

    Ein Rundweg war wegen einem Betreten verboten (Bergbaugelände) nicht möglich - schade eigentlich. Bei solchen Schildern bin ich mir nie sicher, ob die noch so gelten oder nicht, aber wir haben es dann nicht draufankommen lassen.

    Ideal für fahrradfahrende Wasserratten aus dem Norden von Leipzig, würde ich damit sagen :)

  • Wenn es wieder kälter wird...

    ... und ich früh auch ausschlafen kann, statt mich zwischen a) gefühlt erschwitzen und b) Baulärm vom Hinterhaus ertragen (was machen die eigentlich?!) entscheiden zu müssen, dann, ja dann kann ich vielleicht folgende Handwärmer nutzen:

    Gestrickt aus normaler vierfädiger Sowo - schwarz und dem Pastell-Ei der Osterei-Überraschung vom Dornröschen (auch auf einer Celestine zu bewundern, ebenso auf einem Celestine-Ball).

    Muster ist aus Simply Socks von Anna Zilboorg. Und wenn man genau hinsieht, erkennt man den Fehler im Chart, welchen ich leider erst recht spät entdeckt habe und dann keine Lust mehr hatte, das aufzutrennen.

    Daumenspickel etc ist selbstüberlegt und von mir für brauchbar erwiesen. Nicht perfekt, aber es wird.

    Diese Pastellfarben sind sehr ungewöhnlich für mich, ich weiß, aber mit einer dunkleren Farbe (handgefärbt, nicht unifarbig) bekommt man schwerlich ausreichende Kontraste und dann sieht es nach nichts aus.

  • Weil ich eben grad wollte...

    ... so kann man die Gründe der Herstellung folgender Strickwerke (ja, manchmal wird auch gestrickt) zusammenfassen.

    Da hätten wir...

    Diverse Celestinen...

    aus Industrie-Sowo...

    aus dem Katzenstash (Tausendschön)...

    ebenfalls aus dem Katzenstash (gelbes ohne Namen)...

    und etwas abgewandelt wird ein Ball draus (Dornröschenwolle)...

    Gefüllt sind alle mit unverspinnbarer Spinnware - mein Ebay-Fehlkauf. Jedem Spinner passiert genau ein Ebay-Fehlkauf und DAS war meiner. Vier kg Stopfwolle. Zum Glück ist das meiste verschenkt.

    Rein technisch handelt es sich bei dem Ball um ein Dodecahedron und bei der Celestine werden einfach die Abnahmen nur alle fünf und nicht jede zweite Reihe gemacht - daher die Spitzen.

  • Das andere Hobby

    Nicht mehr aktuell (ich bin schon viiiiel weiter), aber hier ist ein WIP, das gut gedeiht. So ich bei Tageslicht Zeit zum Sticken habe.

    Das wird der "French Flower Shop", ein Kit von Dimensions.

    Sticken macht mir viel Spaß - hin und wieder. Es befriedigt meine Lust an Dingen, die ewig brauchen, bis sie fertig sind und ist schön bunt und das Ergebnis gefällt mir auch.

    Nur manchmal frage ich mich, wie viel Kreativität steckt darin? Es ist ja alles vorgezeichnet - ich muss nur nachsticken. Sicher, es ist eine Geduldsarbeit, sicher, es verlangt etwas Fingerfertigkeit (und fördert Hornhaut am linken Zeigefinger), sicher, rahmen tut es sich auch nicht von alleine, aber sonst? Hm.

    Unnötig zu erwähnen, dass ich bereits die Queen unter den Kreuzstichseiten durchwühle - Heaven and Earth Designs. Hm.

  • Farbenfroh

    Bevor es noch mehr Bilder von sich sonnenden Menschen gibt (neues Wochenende, neuer Badesee besichtigt), diesmal wolliger Inhalt.

    Ich habe gefärbt.
    Das geschieht selten, aber manchmal packt es mich doch. Diesmal hatte ich Freitag nacht die Idee und Samstag männerfrei (Games Convention Online sei Dank) und habe gleich mit Eifer alle möglichen Dinge umgesetzt und auch erledigt (jaja, das mit dem Rausschieben kann ich ganz gut, wenn ich will).

    Nun gut - es ergab sich, dass in meinem eher umfangreichen Stash ca 13 50g-Stränge melierte Sockenwolle lagerten. Diese hatte ich in wilden ich-stricke-wieder-Anfangsmonaten beim Globus erjagt. Melierte Sockenwolle in grau/dunkelgrau, grau/hellgrau oder besonders hübsch: blau/rot/weiß oder gar grau/rot/dunkelblau (welches sich kaum färben lässt, btw). Damit kann man maaaximal Männersocken stricken. Also hatte ich sie vor einiger Zeit als Stränge verstrangt und dann lagen sie rum. Nebst den Kool Aid-Tüten aus eben jenen Anfangstagen. Muss auch mal weg.

    Zum Schluss sah das so aus:

    (Wir haben übrigens noch eine Dusche - die Hygiene musste also unter dieser Aktion nicht leiden ;))

    Man sieht gut, dass mancher Strang noch fast originalfarben ist. Aber etwas Farbe ist hängengeblieben. Kool Aid hatten diese gar nicht angenommen (?!) und überall nochmal Luvotex drüber wäre ja fast Verschwendung gewesen, also hab ich das dann auch gelassen.

    Natürlich ist das nicht alles mit Kool Aid. Irgendwann war das Kool Aid nämlich alle und noch Stränge übrig. Also fix die Luvotex-Farben rausgekramt und weitergepanscht.

    Was jetzt alles Luvotex ist und was Kool Aid, weiß nicht mehr so genau. Ist mir auch egal. Ich bezeichne mich mal als Spontanfärber, der so exakte und akkurate und spannende Färbereihen wie Anne nicht machen wird/kann/will.

    Naja, lassen wir noch ein Bild sprechen:

    Was aus den ganzen 50g-Strängen wird? Keine Ahnung. :) (Spontan-Stricker!)

  • Cospuden im Sommer

    Wenn es Sommer ist in Leipzig und so richtig heiß, fährt man ja gern zu den nah gelegenen Seen, um etwas frische Luft zu schnappen und sich für ein paar Minuten einzubilden, man wäre am rauschenden Meer. Um dann festzustellen, dass man da doch nicht ist. (Mist.)

    Da Baden nicht so meins ist, waren wir deshalb an einem wirklich warmen Sonntag am Cospudener See spazieren. Ich wollte gern am Nordstrand mal etwas weiter entlanggehen.

    Und was erwartete uns?

    Malle in LE.

    Da, wo der asphaltierte Rundweg eher zum Um-Weg wird, gibt es einen Bohlenweg, der von Strandbar zu Strandbar führte und von "Bucht" zu "Bucht"... Wir waren dann auch froh, den vielen Fahrradfahrern und Inline-Skatern entkommen zu sein - der Rundweg hatte wohl durchaus schon seine Kapazitätsgrenze erreicht.

    Das ist eine etwas weiter entlegene "Bucht" - hier wird es ruhiger.

    Fazit: Nach 1,5 Stunden Spaziergang in praller Sonne und einem Eis kam selbst mir der Gedanke, ruhig am Strand zu liegen, könnte weniger anstrengend sein. ;) Und: nächstes Mal testen wir einen anderen See bei solchen Temperaturen (Luft 28, Wasser 23)...

  • Ein Hafen ohne Wasser...

    Rund um Leipzig entstehen ja nach und nach immer mehr Seen aus ehemaligen Tagebaulöchern als Naherholungsgebiete. Wenn man so weit von Ost- und Nordsee entfernt ist und sich immer mal nach etwas Plätschern sehnt, gefällt das gut :) Und je mehr Seen es gibt, desto besser verteilt sich sie erholungsbedürftige Stadtbevölkerung natürlich auch.

    Derletzt wurde der Hafen am Zwenkauer See eingeweiht. Ein-zwei Wochen nach dem großen Ereignis waren wir dort und haben uns mal umgeschaut.

    Ja, es wird gebaut:

    Und fertig ist der Hafen wirklich!

    Nur irgendwas fehlt... ja genau... Wasser fehlt!

    Kein Wunder, wenn die Hafeneinfahrt im Trocknen liegt...

    Alles, was hier unterhalb der Steinwälle ist, wird noch unter Wasser verschwinden.

    Ebenso hier - fast die ganze Wiese wird noch geflutet.

    Immerhin wird das Fahrgastschiff mehr Platz zum Schippern haben, wenn die Flutung fertig ist... (eine Rundfahrt dauert 1,5 Stunden - der Rundweg 22km, also wird er doch ganz schön groß)

    Und die Ausflügler müssen nicht mehr so weit runterlaufen zum Schiffsanleger wie jetzt :)

    Gastronomie gibts übrigens auch schon (und weil man gar nicht größenwahnsinnig ist, wurde das Lokal KAP ZWENKAU genannt...):

    Ach so - Flutungsende soll 2014 sein - bis dahin wird sich der See verändern und wir werden ihn sicher öfter besuchen fahren.

  • Home Improvement

    Ich fand ja die Übersetzung "Hör mal, wer hier hämmert" schon immer ziemlich behämmert ;)

    Aber lassen wir das.

    Für eigenes Home Improvement kommen dann auch weniger Hammer und Stichsäge, denn vielmehr Häkel- und Stricknadel und Garn in Betracht.

    Beispiel eins:


    Die Seifenschale. Komplett mitwaschbar, sollte sie mal verseift aussehen. Baumwolle. Selbst ausgedacht. Gehäkelt.

    Beispiel zwei:


    Das Rasier-Unterlagen-Set. Nennen wir es Freeformhäkelei. Nennen wir es Anfängerstück. Baumwolle. Ebenfalls waschbar. Funktionabel, wenn auch nicht wunderschön. Links gehört dann die Rasierschaumsprühflasche hin.

    Beispiel drei:


    Beutelstrick und Kistehäkel. Die Kiste ist aus Baumwolle, doppelt genommen und fasst Unmengen an Stiften etc. Die Beutel sind gestrickt aus Sockenwolle (zwei davon vom Katzenstash) und enthalten: Hustenbonbon-Beutel und -Pappschachteln, Krusch und meine Läkerol-Vorräte. Dinge, für die man Beutel braucht. Unbedingt.

    Nicht abgebildet:

    Ein großer Häkelbeutel für die Vorräte der selbstgemachten Seife, die sich irgendwann in die Seifenschale aus Beispiel eins einfinden werden. Nach und nach.

    Fazit:

    Wozu ist denn sonst Baumwolle da? Hä?

  • Ma gucken

    Decken stricken geht immer.
    Restedecken stricken ist fast noch besser - endlich keine Reste mehr. Wenn die Reste dann aufgebraucht sind, ist es allerdings Zeit, wieder was Neues zu stricken, damit man wieder Reste hat.

    Nun gut, bevor die Reste aufgebraucht sind, dauerts noch ein wenig.

    Hier ein kleiner Ausschnitt. 4-fach Sowo, 2mm Nadeln (vier davon) und dann zusammengereimt. Ich versteche immer gleich nach dem Fertigstricken eines Sechsecks, das geht schnell und ist okay soweit.

    Eine geplante Größe hat es nicht, aber es wird wohl so groß wie eine gekaufte Kuscheldecke und vielleicht nähe ich etwas schwarzes dagegen, weil die Rückseite nicht ganz so ansprechend ist und dann würde es auch wärmer werden. Eine schwarze Fleecedecke zB. Welche ich besorgen sollte. Damit ich weiß, wie deren Größe ist.

    Klingt nach nem Plan.

    ---

    So, heute fahren wir erstmal einen Freund besuchen, morgen ist ein Familiengeburtstag an der Reihe und die nächste Woche hat nur vier Arbeitstage - Freitag hab ich Urlaub genommen. Yeah. Den Pfingstmontag hab ich auch gleich freigenommen (kein Feiertagszuschlag, zählt aber auch nicht als Urlaubstag)... langes Wochenende!

  • Begrünt

    Wer hier schon länger mitliest, weiß, dass wir seit zwei-drei Jahren Chilipflanzen ziehen. Aus Samen. Immer wieder ein erstaunliches Erlebnis, dass aus so kleinen Samen mit etwas Erde, einem Topf und verdammt viel Wasser so große Pflanzen werden, die scharfe Früchte tragen und an sich doch relativ pflegeleicht sind.
    (Sollte ich erwähnen, dass ich im Plattenbau großgeworden bin und niemand in meiner Familie je einen Schrebergarten besaß? Das Fach "Schulgarten" war also der einzige Grund bisher, im fruchtbaren Erdboden rumzubuddeln, so in freier Natur. Daher wohl das Staunen über diese Großartigkeit der Natur.)

    Normalerweise war im Herbst alles vorbei - Spinnmilben haben hier und da zugeschlagen, zwar wurde gesprüht und behandelt, aber meist haben sie doch gewonnen. Und so wurden die Pflanzen nach der letzten Frucht entsorgt.

    Letztes Jahr hatten wir besonders viele Pflänzchen und es hatte sich ergeben, dass wir alle behalten haben (weit über 20). Zwei von den Habanero-Pflanzen hatten wir aus Platzmangel in der Küche (Sonnensüdseite) nach oben gestellt, auf einen eher selten als solchen benutzten Esstisch. Darüber ist ein schräges Fenster mit Blick auf das Völkerschlachtdenkmal und es geht Richtung Südwesten.
    Eine ist eine "Habanero weiß" und die andere eine ganz normale, einfach als "Habanero" gekaufte Sorte.

    Nun - sie wuchsen und gediehen prächtig, bekamen aber einfach keine Blüten. Später bekamen sie Blüten, aber warfen sie immer wieder ab. Im Januar (zehn Monate nach Aussaat!) kamen dann die ersten Früchte.

    Aha - Chilipflanzen können also auch mehrjährig sein!

    Nun - inzwischen komm ich mir oben vor wie im Urwald.

    Von vorn:

    Der Esstisch ist 80cm breit und 120cm lang...

    Blüten und Früchte, wohin das Auge reicht...

    Der Blick, wenn ich unter den Ästen mich durchhangele, am Fenster klebe und einen Blick ins Zimmer werfe...

    Und das witzigste ist, dass wir inzwischen eine Art Bonsai-Chili haben. Sie wächst ca. 15cm über dem Erdboden aus dem Hauptspann der Habanero Weiß heraus und wenn man ganz genau hinsieht... sie trägt sogar auch schon eine kleine Frucht!

    Wir hatten letztens eine kleine rote Habanero an einen Polenta-Gemüse-Auflauf für 3-4 Personen geschnibbelt und es war ordentlich scharf...

    Und dabei sind sie so genügsam - man muss sie nur ordentlich gießen. Wenn sie Durst haben, hängen die Blätter in einem stummen, aber sehbaren Schrei. Auch davon erholen sie sich leicht. Und natürlich Sonne und Wärme. Für ein Dachgeschoss ideal.

    Jedenfalls - ich bin begeistert. :)

    PS: Im Hintergrund die Grünlilien gedeihen auch prächtig. Oh Mann. Wir brauchen eine größere Wohnung!

  • Miau

    Nun, es mag inzwischen bekannt sein, dass ich auf Katzen allergisch reagiere. Mit Asthma, inkl. plötzlichem Schniefen und Husten.


    Übeltäter eins: Skinny. Sehr verschmust und raaaabenschwarz.


    Übeltäter zwei: Lena. Eigenwilliger und soooo fotogen.


    Deswegen auch noch ein Foto von Lena.

    Wenn man dann dummerweise vergessen hat, dass bei Maik und Claudi ja Katzen wohnen und bei ihnen die Einweihungs-Burger-Bau-Feierlichkeit stattfand, kann man sich vielleicht denken, was passiert:

    1. Maria streichelt so viel Katze, wie sie kriegen kann
    2. Maria macht über hundert Fotos und mehrere Videos. Auf 3/4 aller Bilder sind Katzen zu sehen. Freunde? Wo? Hier? Ach ja, die waren auch da. Was zu essen gabs auch, ich erinnere mich ;)
    3. Nach 3,5 Stunden geht Maria, nachdem sie mehrfach ihr Notfallasthmaspray verwendet hat, nicht mehr ansehen mag, was sie eigentlich alles aushustet (igitt) und es ihr langsam peinlich wird, dass sie so laut rumhustet.

    So weit so gut.

    Ich hatte nicht mit 4. gerechnet.

    4. Nachdem Maria an den beiden darauffolgenden Tagen regelmäßige Asthmaanfälle hinter sich gebracht hat (welche sich durch schlechte Laune ankündigen - was vermutlich ihre Arbeitskollegen genervt hat) und dem menschlichen Körper dankbar ist, dass er wach wird, wenn man Asthma hat und keine Luft mehr kriegt... ja nach alldem hat sie dann komplett sämtliche Textilien gewechselt: Bettwäsche, Sofakuscheldecke, Klamotten.

    Dann wurde es besser.

    Fazit: Keine Katzen mehr. Nein. Maximal eine Stunde, dann muss ich gehen. Denn DAS war wirklich nicht mehr witzig.

    Aber sie sind sooo süß!

  • Noch ein paar Bilder zur Hochzeit

    Ohne Menschen. Ich bin nur einmal drauf und das ist zensiert und das Brautpaar mag ich nicht öffentlich zeigen, da ich sie dazu nicht gefragt habe.

    Geheiratet haben sie im Stadtteil Prenzlauer Berg in der Herz-Jesu-Kirche.

    Ein Foto von der Frontansicht der Kirche gibt es leider nicht, da wir exakt drei Minuten vor dem Termin erst ankamen. Ich sag ja - Baustellen und rote Ampeln und eine A100, die entgegen anders lautender Aussagen vom Google-Route-Dings zwei Richtungen hat.

    Im Kirchhof gab es nach dem Traugottesdienst Kaffee und Kuchen und man durfte sich ca. eine Stunde anstellen, wollte man dem Brautpaar gratulieren. Unglaublich, wie viele Menschen anwesend waren! Vermutlich half es auch, dass das Brautpaar sich dort kennenlernte, weil sie dort sehr aktiv ist.

    (Nur zum Verständnis: Wöllte ich meine Familie einladen, kämen ca. zehn Personen, und das ist eine sehr optimistische Schätzung. Deswegen bin ich über solche Massen immer eher erstaunt.)

    Ich bin gespannt, ob ich einen Abzug vom Gruppenbild erhalte, das dort auch entstand.

    Die Feier selbst fand dann in Köpenick statt, in einem pentahotel.
    Lustigerweise schaue ich von meinem neuen Arbeitsplatz (mal ehrlich, ob die Firma umzieht oder man den Job wechselt - es ist doch etwas ähnlich) aus in den Innenhof und das Restaurant des hiesigen pentahotels.

    Es gab eine Sitzordnung und Tafeln, wo jeder seinen Sitz finden kann. Gabs sogar einmal in alphabetischer Reihenfolge.

    Hier das Gegenüber, das Köpenicker Schloss.

    Das Wetter am letzten Samstag war übrigens natürlich traumhaft. Das ist echt ein GlücksPaar.

    Wie gesagt - die Feierlichkeit war sehr angenehm.

    Außerdem habe ich einige Freunde, die ich seit nunmehr 13 Jahren kenne, wiedergesehen und das war ebenso sehr schön. Wir hatten uns in den Sommerferien nach meinem elften Schuljahr in Heiligendamm (Ostsee) kennengelernt, als wir alle zur Kur waren. Daraus ergab sich für fünf Leute, dass sie sich ungefähr alle halbe oder ganze Jahre ein Wochenende zusammen trafen (wir kommen alle ausm Osten, aber nicht aus den gleichen Städten). Zwar ist das eingeschlafen, aber zu Hochzeiten wird man immer noch eingeladen :) Sogar nach Brasilien, aber das ging nun wirklich nicht...

    ---

    Joa.
    Da wir bei Markus (da war ich im September schonmal für zwei Tage) übernachtet hatten und der am Sonntag erstmal nix weiter vorhatte, haben wir den Sonntag dann uns in Berlin noch etwas Sonnenbrand geholt. Erst waren wir beim Flohmarkt aufm Boxi (F'hain) und dann brunchen und dann die Mammut-Tour an der Mauer entlang zur Strandbar und zurück. Danach hatte ich einen Sonnenstich, glaube ich.

    ---

    Insgesamt ein sehr abwechslungsreiches und deutlich anderes Wochenende als sonst!

    PS: Cecie, falls du hier noch mitliest: Ähm, nicht sauer sein, bitte, ich hatte den Mann mit!

  • Was die letzten Wochen geschah...

    ... ich scheine nur hinterherzurennen.
    Hm.

    Nun gut.

    - Die Firma ist umgezogen. Keine Soko-Leipzig-Dreharbeiten mehr und kein Reinlaufen in Drehszenen (CUT!) und keine Begegnungen mit Marco Girnth mehr. Dafür ein großes Büro (90qm für derzeit 14 Leute), der endgültig eigene Schreibtisch, den niemand sonst mehr zwischendurch belegt, endlich genug Bewegung (WC und Küche sind am anderen Ende der Welt) und wie es aussieht vernünftige Atemluftverhältnisse. Wenn das neue Telefon auch ein Display hätte, das mir verrät, welche Nummer ich gerade wählte und ich noch ein Fußbänkchen hätte, wäre es noch besser.

    - Ich bin wieder an der Uni! Wenn auch nur zeitweise - ein Schwedisch-Konversationskurs. Trotz Schichten. Geht prima. Frisst aber erstaunlich viel Freizeit für 90min/Woche.

    - Die katholische Hochzeit am Samstag war erträglicher als erwartet. Zwar hat der Traugottesdienst 1,5 Stunden gedauert, aber das ständige Aufstehen und Hinsetzen machte es abwechslungsreich. Die Feier danach war groß (160 Leute und davon über 3/4 Familie und Familienangehörige...), aber ihr fehlten zum Glück die "lustigen" Spielchen, bei denen das Brautpaar einem immer so leid tut. Allerdings: Berlin besteht nur aus roten Ampeln und wir haben uns bei jedem einzelnen Weg mindestens einmal verfahren. Mea culpa.

    - Lust zu stricken hab ich schon, aber mal wieder keine Idee. Nach einer Reihe an Beuteln für diverse Zwecke stricke ich nun wieder irgendwas, damit ich überhaupt was stricke. Argh. Vorschläge werden dankend angenommen.

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